Die Sendereihe "Schätze der Welt – Erbe der Menschheit" portraitiert weltweit Stätten, Denkmäler und Landschaften, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind (bislang ca. 600). Aufwendig gestaltet, gedreht auf 35 mm Filmmaterial, im Breitbildformat 16:9, konzentrieren sich die filmischen Essays auf Geschichte, Bedeutung, Schönheit, Atmosphäre der Weltkulturerbestätten. Die Sendereihe "Schätze der Welt" wird produziert von der ARD-Station Südwestrundfunk. Das "Schätze" - Projekt, das über die nächsten Jahre sämtliche Weltkulturerbestätten der Erde dokumentieren soll, steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO.

www.schaetze-der-welt.de

Musik von Stefan Eichinger und Steffen Neuert www.achtspur.com
Kamera: Donald Saischowa www.dosfilm.de

 

Tunesien, KAIROUAN – Heilige Stadt des Maghreb

Bis heute ist Kairouan nicht nur eine fromme Stadt. Sie ist die heilige Stadt des Maghreb, das religiöse Zentrum des Islam in Nordafrika. Die Religion bestimmt den Rhythmus der Stadt, die nach Mekka, Medina und Jerusalem als die vierte "heilige" Stadt des Islam gilt. Der Ruf der Muezzine ist in den Gassen der Medina allgegenwärtig und aus den über 100 Moscheen klingt das Gebet der Gläubigen. Der Film zeigt atmosphärisch dicht den gelebten, religiösen Alltag in einer bis heute intakten arabischen Altstadt.

Libyen, GHADAMES – Die "unterirdische" Oase

Die Oase Ghadames ist ein legendärer Ort in der Sahara. Hier kreuzten sich fünf Karawanenwege, hier zogen reiche Großhändler und Karawanenspediteure die Fäden des Transsaharahandels. Die Lehmarchitektur der Stadt ist dem Wüstenklima perfekt angepasst. Labyrinthisch verlaufen Gassen und Gänge, die von Häusern überbaut sind - man wähnt sich unter der Erde.

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Libyen, LEPTIS MAGNA – Handelsmetropole in Africa

Über den Hafen von Leptis wurden einst Olivenöl und Weizen verschifft, aber auch Kostbarkeiten aus dem Transsahara-Handel und Löwen für die beliebten Kampfspiele. Grabungen seit den 20er Jahren brachten großzügig angelegte Straßen und Märkte zutage, Prunkbauten, Tempel, Bäder, ein Hafen mit Lagergebäuden - eine "Großstadt" aus römischer Zeit, eines der bedeutendsten Handelszentren an der afrikanischen Mittelmeerküste.

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Usbekistan, BUCHARA – Perle an der Seidenstrasse

In Buchara stellt der Film eine mittelalterlich-islamische Stadt vor, die kein Museum ist. Wohl hat Buchara etwas verloren vom Glanz der alten Zeit, als die Seidenstrasse hier verlief, als die Oasenstadt das Zentrum des Islam in Zentralasien war. Doch bis heute geht zwischen den lehmgebauten Häusern das Leben seinen gemächlichen, orientalischen Gang, ist die Altstadt Bucharas intakt - und trotz der langen sowjetischen Zeit noch immer vom Islam geprägt.

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Nepal, KATHMANDU – Pantheon im Himalaya

Ein Tal der Götter und Legenden, eingebettet in die fruchtbare Ebene zwischen Tibet und Indien. Jahrhundertelang kreuzten sich im Kathmandu-Tal die Pilger- und Handelswege; hier sind Buddhismus und Hinduismus eine einzigartige Synthese eingegangen. Tausende von Stupas, Steintempel und Pagoden zeugen noch heute von der blühenden Kultur der drei großen Siedlungszentren des Tals: Kathmandu, Patan und Bhaktapur.

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Laos, LUANG PRABANG – Königstadt am Mekong

Tief in den Bergen von Laos, versinkend im Grün des Dschungels, am Ufer des Mekong, liegt Luang Prabang. Luang Prabang war Hauptstadt von Lane Xang, dem mächtigen Reich der einen Million Elefanten, und über Jahrhunderte Sitz der Könige von Laos. Zentrum des laotischen Buddhismus ist Luang Prabang bis heute. Noch immer bestimmt die Religion den Rhythmus der Stadt, sind die Pagoden das Herz der Nachbarschaften und machen sich jeden Morgen, noch vor Sommenaufgang, die Mönche und Novizen auf den Weg, um von den Gläubigen das Essen für den Tag zu erbitten.

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Vietnam, DIE HALONG BUCHT – Bizarre Inselwelt

Die Halong-Bucht im Norden Vietnams - mehr als 2000 Inseln, schroffe Felsen zahlreiche Höhlen. Legenden ranken sich um diese bizarr verformte Landschaft, vor allem die vom "Ha Long", dem "herabsteigenden Drachen". Er soll von den Göttern geschickt worden sein, um die Vietnamesen gegen Feinde zu verteidigen. Der Film portraitiert eine der 300 Familien, die noch in schwimmenden Häusern die Bucht durchstreifen und vom Fischfang leben. Über tausend Fischsorten gibt es in der Bucht und über 160 Korallenarten. Doch diese Artenvielfalt ist gefährdet. Wichtige Schiffahrtslinien verlaufen quer durch die Inselwelt, am Rande der Halong-Bucht liegen Industriestädte und werden riesige Kohlevorräte im Tagebau abgetragen. Auch der rapide wachsende Tourismus gefährdet die Inselwelt.

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HUE /Die Kaiserstadt Vietnams – "Wo die Trauer lächelt und die Freude weint ..."

Hué in Zentral-Vietnam liegt reizvoll zwischen Hügeln und Reisfeldern an einer Biegung des Parfümflusses. In der von elf Kilometern Mauern umgebenen, fast quadratischen Zitadellenstadt mit ihrem Zentrum, der eigentlichen "Kaiserstadt", regierten 143 Jahre lang die 13 Kaiser der Nguyen-Dynastie - erst in glanzvoller Pracht, dann in Dekadenz und Unterwerfung unter die Kolonialmacht Frankreich. Die Kaiser waren den schönen Künsten, vor allem der Poesie zugetan. Bis heute liegt eine gewisse Entrücktheit, eine von Poesie und Melancholie geprägte Stimmung über der Stadt.

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Sultanat Oman – DIE WEIHRAUCHWIRTSCHAFT in Dhofar:"Tränen der Götter"

Der aromatische Harz des boswellia sacra Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die "Weihrauchstraße". In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten. Von der Blütezeit des Weihrauchhandels künden indes nur noch Ruinenstädte: Stationen an der omanischen Weihrauchstraße, die nun zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

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VIGAN – "Koloniales Erbe auf den Philippinen"

Über dreihundert Jahre währte die spanische Herrschaft auf den Philippinen, aber nur in Vigan konnte sich das koloniale Architekturerbe bis heute erhalten. Vigan, eine Küstenstadt im Nordwesten der philippinischen Insel Luzon - mit Kathedrale, Bischofspalast und herrschaftlichen Handelshäusern. 1572 landeten hier die Spanier, bekehrten die Bevölkerung zum Christentum und machten das kleine Handelzentrum zur Stadt - nach in Mexiko erprobten Mustern. Die Geschäfte tätigten Chinesen. Es entwickelte sich ein einzigartiger Kulturmix aus spanischen, mexikanischen, chinesischen und philippinischen Einflüssen. Bis heute prägt er die Altstadt von Vigan.

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Philippinen – DIE REISTERRASSEN DER IFUGAO: "Stufen zum Himmel"

Seit 2.000 Jahren wird in der unwegsamen Bergwelt im Norden der Philippinen bewässerter Reis angebaut und bis heute gelten die Reisterrassen mit den lehmmodellierten Dämmen und komplizierten Bewässerungskanälen als Weltwunder. Aber wie lange noch? Der Reisanbau lohnt sich kaum mehr, die Jungen verlassen ihre Dörfer, allmählich beginnen die Terrassen zu verfallen. Der Reisanbau, einst als Partnerschaft zwischen Göttern und Menschen betrachtet, verliert im Norden der Philippinen langsam seine Funktion.

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Tanzania, SANSIBAR – "Die steinerne Stadt"

Sansibar. Schiffe aus aller Welt ankerten in der weiten Bucht der Inselhauptstadt vor der Küste Ostafrikas. Elfenbein, Sklaven und Gewürze aus Schwarzafrika wurden hier umgeschlagen. Sansibar entwickelte sich zu einem bedeutenden Knotenpunkt im Indischen Ozeanhandel. Arabische und indische Händler ließen sich hier nieder und kontrollierten die Geschäfte. Die Architektur der Altstadt Sansibars, der "Stonetown" reflektiert bis heute die Synthese aus arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen, ist multikulturell wie ihre Bewohner. Moscheen, Kirchen und Hindu-Tempel, afrikanische Märkte und britische Handelshäuser, ein omanisches Fort und prächtig geschnitzte Holztüren, all das macht die Suaheli-Kultur Sansibars aus.

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Ghana, ACCRA – "Wo gold und Menschen verschifft wurden"

Europäische Festungen mit Zinnen und Kanonen zwischen Wellblechhütten, an den kilometerlangen Traumstränden Ghanas. Wie Fremdkörper wirken diese steinernen Zeugen eines über 500 Jahre andauernden Handelsaustausches zwischen Europa und Westafrika. Portugiesen, Holländer, Engländer, Franzosen, Schweden, Dänen und Preußen wollten teilhaben am Westafrikahandel und errichteten Bastionen. Heute sind die Forts monsungegerbt und vom Verfall bedroht, aber sie lassen noch erahnen, wie lukrativ die Geschäfte einst waren. „Goldküste“ wurde die Region genannt, aber die Haupteinnahmequelle war der Menschenhandel. Niemand kennt genaue Zahlen, wahrscheinlich wurden rund 2.000 000 Schwarzafrikaner von den Küstenforts der Europäer als Sklaven nach Übersee verschleppt.

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Ghana, ASCHANTILAND – "Der Chief, das Gold und der König"

Im Waldgürtel Westafrikas blühte im 18. Jahrhundert das Reich der Aschanti. Sie waren berühmt für ihr Gold, ihre Staatskunst und vor allem ihre Kriegskunst. Die britische Kolonialmacht fürchtete sie und brauchte siebzig Jahre und sieben Kriege, das stolze Volk im Hinterland der damaligen Goldküste zu besiegen. Im heutigen Ghana sind die Aschanti ein Volk von vielen. Doch das legendäre Königreich besteht fort - als traditionelle und spirituelle Einrichtung, mit dem Aschantikönig an der Spitze.
Ihre traditionellen grasbedeckten und reliefverzierten Lehmbauten, darunter die Paläste, wurden in den Kolonialkriegen zerstört. Nur zehn dörfliche Tempel sind geblieben. Die UNESCO hat sie zum Weltkulturerbe ernannt, eine Auszeichnung für diese hohe vorkoloniale Kultur der Aschanti.

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Tunesien, DIE MEDINA VON TUNIS – Ein Tag im Ramadan

Einst galt sie als eine der reichsten Städte der islamischen Welt. Heute ist die Medina von Tunis die größte erhaltene Altstadt im Norden Afrikas. Der Film zeigt Tunis während des Ramadan. Tagsüber verläuft das Leben verhalten, die Gassen sind fast leer und der Blick wird frei auf die Architektur. Doch sobald nach Sonnenuntergang das Fastengebot gebrochen werden darf, zieht es die Menschen in die Medina, Tausende schlendern durch den Basar und treffen sich in den Cafés rings um die Zitouna-Moschee.

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Usbekistan, SAMARKAND

Ihre Blütezeit verdankt die Stadt aus Tausendundeiner Nacht den Eroberungszügen eines despotischen Feldherrn, der seinen Herrschaftsbereich vom Ganges bis zum Mittelmeer ausdehnte. Samarkand war das Zentrum dieses Weltreiches, die Residenzstadt Timur Lenks, Timur des Lahmen. In Feldzügen bis nach Europa und Indien ließ Timur und seine Horde Städte zerstören, die Bevölkerung massakrieren. Die besten Handwerker und Künstler jedoch verschleppte er nach Samarkand. Sie schufen im 14. Jahrhundert jene atemberaubende Architektur, die Samarkands Ruf begründete, „als schönste Stadt der Welt“.

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Vietnam, HOI AN – Historische Hafenstadt

Wie durch ein Wunder blieb sie im Vietnam-Krieg unzerstört, die Altstadt von Hoi An in Zentral-Vietnam. Einst war sie eine Station der „Seidenstrasse des Meeres“, 2000 Jahre reichen ihre Ursprünge zurück. Sie blühte vom 16.-19. Jh., als sich japanische und chinesische Seehändler niederließen und Seide, Porzellan, Lacke oder chinesische Medizin handelten. Schiffe aus Portugal, Holland, Indien, Siam, England und Frankreich ankerten in Hoi An. Dann versandete der Thu-Bon-Fluss, der die Stadt mit dem Meer verbindet. Hoi An fiel in eine Art Schönheitsschlaf, der den Vietnam-Krieg sowie die harten sozialistischen Jahre überdauerte und aus dem das Städtchen erst jüngst erwachte - durch den Weckruf des Tourismus.

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Italien, AMALFIKÜSTE – Alles wie gemalt

Eine vierzig Kilometer lange Küstenlandschaft in Süditalien: wild, zerklüftet, mit steilen Felsen und engen Buchten, malerischen Ortschaften mit großer Vergangenheit. Über Jahrhunderte lag sie vergessen von der Welt. Erst der Ausbau der „Amalfitana“, einer Traumstraße zwischen Himmel und Meer, beendete 1857 die Isolation der Region. Maler, Dichter und Schriftsteller aus ganz Europa ließen sich hier nieder und begründeten den Ruf, von dem die Küste heute noch zehrt. Giulio Cantarella fährt seit 20 Jahren Linienbusse auf der Amalfitana. Der Film begleitet ihn auf seiner Fahrt entlang einer Küste, die noch immer Sehnsüchte weckt.

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Kasachstan, PILGERFAHRT NACH TURKESTAN – Das Hodscha Ahmed Yassaui-Mausoleum

Am Rand der kasachischen Steppe thront die prächtige Grabmoschee von Hodcha Ahmed Yassaui. Er war ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter. Er war es, der den nomadischen Steppenvölkern Zentralasiens den Islam einst nahe brachte. In Turkestan hat er gelehrt. Hier ist er auch 1146 gestorben. Hier ließ ihm im 14. Jh. Weltenherrscher Timur ein monumentales Mausoleum bauen. Als Urvater des Sufismus und „Heiliger des einfaches Volkes“ ist Hodscha Ahmed Yassaui bis heute hoch verehrt und Turkestan ist der wichtigste Pilgerort Zentralasiens. Der Film begleitet eine kasachische Hirtenfamilie aus der Steppe bei einer Pilgerfahrt nach Turkestan

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Nordkorea, Koguryo Gräber – KAMPFBEREIT BIS IN ALLE EWIGKEIT

Fresken in Hügelgräbern erzählen Geschichten über ein Reich, das von 37 vor bis 668 nach Christus eines der mächtigsten Ostasiens war und als die Wiege der koreanischen Kultur gilt: Koguryo. Die Motive belegen Handel und Kulturaustausch mit anderen ostasiatischen Reichen, zeigen aber vor allem, wie kriegerisch und expansiv das Reich war.

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Indien, DER VICTORIA BAHNHOF IN MUMBAI – Transit für Millionen

Nach zehn Jahren Bauzeit wurde er 1888 eingeweiht. Monumental in seinen Ausmaßen, reich verziert und im Detail verspielt, verband das Gebäude den neugotischen Stil der viktorianischen Zeit mit Elementen indischer Baukunst. 1100 Züge und knapp drei Millionen Passagiere machen Victoria Terminus heute zum betriebsamsten Bahnhof der Welt. Der Film beobachtet einen „normalen“ Tag, 24 Stunden, im Victoria Terminus, einem Bahnhof, der niemals schläft.

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Mongolei, Orchon Tal – STEINE, STUPAS, STÄDTE

Ein heiliger Fluss. Wenig erforscht und mythenumwoben durchquert er das Herz der Mongolei. Der Orchon ist die Lebensader der Region und seine Täler sind seit alters her Nomadenland. Im Orchon-Tal errichteten die Uiguren die Stadt Karabalgas, ein frühes Zentrum des Seidenstraßenhandels, eine Stadt aus Lehm für mehr als 10000 Bewohner. Und 1235 wählte Dschingis Khan den Ort für seine Mongolen-Hauptstadt, ließ eine prachtvolle Anlage mit gepflasterten Straßen und luxuriösen Hallen bauen. Wo sich der Palast des Großkhans befand, ist noch nicht geklärt. Ein internationales Wissenschaftler-Team ist auf der Suche.

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Turmenistan, MERV – RUINENSTADT DER SEIDENSTRASSE

Inmitten der Wüste Karakum in Turkmenistan speist der Fluß Murghab eine große Oase. In ihr wuchs ab dem 6. Jh.v.Chr. eine Weltstadt heran, die im Mittelalter viele hunderttausend Einwohner zählte: Merv. Legendär reich war die Oasenstadt, ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße, ein geistiges Zentrum der islamischen Welt. Seine Blütezeit erreichte Merv im 11. und 12. Jahrhundert als östliche Hauptstadt des Seldschuken-Reiches. Kurz darauf ging die Stadt auf grausame Weise unter. Reste der dem extremen Klima angepassten Architektur haben sich bis heute erhalten: die massiven Stadtmauern, Palastbauten, Gebäude für Bibliotheken, Wasserspeicher und Mausoleen, die noch heute von Pilgern besucht werden.

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China, MACAU – Insel des Glücks

Die Halbinsel Macau im südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein deutliches Zeichen für Glück. Seit Macau besteht, haben hier Menschen ihr Leben und Vermögen gesetzt. Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, heute sind es Glücksritter und Spieler. Das Roulette-Rad steht in Macau nie still, die Stadt gilt als das Las Vegas von Asien. Das Geschäft mit dem Glücksspiel, das schon 1847 legalisiert wurde, hat dazu beigetragen, die glanzvolle Vergangenheit, das Erbe des Seefahrer-Reiches Portugal zu erhalten: prachtvolle Händlervillen, schmucke Barockkirchen, abendländische Kultur und Lebensart.

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Marokko, ESSAOUIRA – Wo der Sand das Meer trifft

1765 lässt Sultan Sidi Mohamed Ben Abdellah an der marokkanischen Atlantikküste eine Stadt bauen. Der Ort ist gut gewählt, die Umgebung schon über 2000 Jahre besiedelt. Essaouira, das bis 1956 Mogador hieß, war eine weltoffene Stadt, der geschäftigste Hafen Marokkos. Bis ihm Casablanca den Rang ablief. Geblieben ist die Architektur der Medina, eine Melange aus islamischer, spanischer und europäischer Baukunst, ebenso schön wie gefährdet.

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Montenegro, DURMITOR NATIONAL PARK – Berge den vielen Wasser

Schroffe, von Gletschern und Verkarstung gezeichnete Gipfel, Hochalmen und Urwälder prägen eine Berglandschaft ganz im Norden der Republik Montenegro: das Durmitor-Massiv. Eingebettet in die Berge liegen Gletscherseen und Karstschlunde, Quellen und Bäche, Flüsse tosen in wilden, unzugänglichen Tälern. Der Name Durmitor stammt wohl aus dem Keltischen und bedeutet „Berge der vielen Wasser“. Bis zu 1.300 m tief hat sich der Tara-Canyon in die Berglandschaft gegraben, Europas vielleicht ursprünglichstes Flusstal und nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt.

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Italien, ÄOLISCHE INSELN – Schwestern aus Feuer und Wind

Wo der Windgott Aeolus seinen Wohnsitz hatte und Vulcanus, der Gott des Feuers hauste, forschen heute Geowissenschaftler, Archäologen und Biologen. Die Inselgruppe vor der Nordküste Siziliens ist geprägt vom Vulkanismus, Feuerberge bestimmen das Leben der Bewohner. Manche sind stumm und erloschen, andere immer noch aktiv wie der Stromboli oder Vulcano.
Die Region am Rande Europas, die seit alters her als besonders schön, fruchtbar und gefährlich gilt, wird heute auch von Touristen neu entdeckt.

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Malaysia, MELAKA und GEORGE TOWN – Zentren des Fernosthandels

Zwei alte Seehandelsstädte in Malaysia, an einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Jahrhundertelang zogen sie Kaufleute und Handwerker, Seefahrer, Piraten und Glücksritter aus vieler Herren Länder an. Beide Städte sind geprägt von ethnischer und kultureller Vielfalt, von kolonialer Herrschaft und enormen Reichtümern, die hier umgeschlagen wurden: Melaka und George Town.

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Sri Lanka,ANURADHAPURA – Stadt des Glaubens

Anuradhapura, eine antike Stadt, die lange im Dschungel versteckt und vergessen war.Im vierten Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum, war mehr als tausend Jahre Königssitz der Insel Sri Lanka. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit langem erforscht, freigelegt und restauriert. Aber noch gibt diese archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation viele Rätsel auf.

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